Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA)

 

Institutsvorstellung

Das ISA forscht zu aktuellen Themen im Bereich Abwasserentsorgung, Wassergüte, Wasserwiederverwendung, Umweltanalytik und Ressourcenmanagement. Wissenschaftler mit Ausbildung in verschiedenen Ingenieurdisziplinen und Naturwissenschaften bearbeiten Projekte von der Grundlagenforschung bis zur Optimierung im Industriemaßstab. Analytik sämtlicher Umweltmatrizes bis in den Ultraspurenbereich wird im eigenen Laboratorium durchgeführt. Stets berücksichtigt werden bei der Forschung aktuelle sowie bevorstehende rechtliche Anforderungen, auf die durch neue Technologien reagiert werden muss.

 

„Wir müssen Stoffkreisläufe schließen, um den jährlichen Earth Overshoot Day wieder nach hinten zu verschieben.“

Dr.-Ing. David Montag

 

Im Bereich der Arbeitsgruppe (AG) Ressourcenmanagement steht die Rückgewinnung von Phosphor und weiteren Nährstoffen sowie von Technologiemetallen aus Klärschlamm bzw. Klärschlammasche im Fokus. Daneben sind u.a. Wirtschaftsdünger, insbesondere Gülle, und Bioabfälle Stoffströme, die von Bedeutung für die Arbeiten in der AG sind. Zudem stellt Abwasser für den Zweck einer Wasserwiederverwendung eine Ressource dar, die aufgrund der Folgen des Klimawandels auch in Deutschland große Bedeutung erlangen wird.

Unsere Forschung zielt mitunter auf die Optimierung von einzelnen Prozessen. Dabei wird jedoch stets in ökologischen Gesamtbilanzen gedacht und z.B. Rückkopplungen auf vorgelagerte Verfahrensschritte oder Folgewirkungen an anderer Stelle berücksichtigt, um ganzheitliche Lösungen im Bereich des Ressourcenschutzes zu entwickeln. Hierbei wird in passgenauer Kombination auf konzeptionelle Arbeiten, Modellierungen sowie Versuche vom Labormaßstab bis zur wissenschaftlichen Begleitung großtechnischer Pilotierung zurückgegriffen. Durch einen Mix aus erfahrenen Mitarbeitenden und Promovierenden können in der AG Ressourcenmanagement Themen der Circular Economy ideal erforscht und neue Erkenntnisse generiert werden.

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David Montag

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Relevante Projekte im Bereich Circular Economy

Industrie (2021): VEKTOR – Untersuchungen zum Verbrennungsverhalten von Klärschlamm unter Verwendung verschiedener Additive und Variation der Prozessbedingungen, Teilprojekt Auswirkungen auf die Phosphorrücklösung

UBA (2020-2022): EvKK – Evaluierung verfügbarer Kapazitäten thermischer Klärschlammbehandlung sowie zur Phosphorrückgewinnung

BMBF (2019-2025): AMPHORE – Regionales Klärschlamm- und Aschen-Management zum Phosphorrecycling für einen Ballungsraum (Definitionsvorhaben und Verbundprojekt).

Industrie (2019-2020): KARAT – Aschen aus der Klärschlamm-Monoverbrennung: Grundlagenuntersuchungen und Technikscreening

UBA (2019-2021): extraWERT – Abschätzung zusätzlich aus Abwasser und Klärschlämmen kommunaler und gewerblicher Herkunft extrahierbarer Wertstoffe

HLNUG (2015-2016): UmPhos – Gutachten zur Umsetzung einer Phosphorrückgewinnung in Hessen aus dem Abwasser, dem Klärschlamm bzw. der Klärschlammasche

BMBF (2014-2017): KRN-Mephrec – Klärschlammverwertung Region Nürnberg – Klärschlamm zu Energie, Dünger und Eisen mit metallurgischem Phosphorrecycling in einem Verfahrensschritt

UBA (2013-2014): KoMa – Bewertung konkreter Maßnahmen einer weitergehenden Phosphorrückgewinnung aus relevanten Stoffströmen sowie zum effizienten Phosphoreinsatz

BMBF (2012-2014): ZwiPhos – Entwicklung eines Zwischenlagerungskonzepts für Klärschlammmonoverbrennungsaschen für Deutschland mit dem Ziel einer späteren Phosphorrückgewinnung

BMBF (2009-2012): SANIRESCH – Nachhaltiges Sanitär-Recycling Eschborn, Teilprojekt “Verfahrenstechnische Optimierung des Urinspeichers“.

BMBF (2006-2011): PhoBe – Phosphorrecycling – Ökologische und wirtschaftliche Bewertung verschiedener Verfahren und Entwicklung eines strategischen Verwertungskonzepts für Deutschland