Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)

 

Institutsvorstellung

Das IKV ist das europaweit führende Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Aus einem ganzheitlichen Ansatz heraus erarbeitet das IKV neue Lösungen für die Kunststofftechnik der Zukunft. Dazu sind rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, 50 Technikerinnen und Techniker und Verwaltungsangestellte und 180 studentische Hilfskräfte in Forschung und Entwicklung tätig. Das IKV steht für die wissenschaftliche und praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Kunststofftechnik, die Ausbildung Studierender der RWTH Aachen, die Förderung von Aus- und Weiterbildung im Handwerk und den Technologietransfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis.

  Prof. Dr. rer. nat. Rainer Dahlmann Urheberrecht: © IKV / Fröls Prof. Dr. rer. nat. Rainer Dahlmann

“Circular Economy stellt an Kunststoffe besonders harte Anforderungen. Fragestellungen wie Qualitätsschwankungen, Verfügbarkeiten, Prozesseffizienzen sind nicht völlig neu, bekommen aber bei der Kreislaufführung deutlich größere Dimensionen. Dies kann nur in kooperativen Netzwerken gelöst werden.“

Prof. Dr. rer. nat. Rainer Dahlmann

 

Angetrieben von umwelt- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen wird dem Thema Recycling von Kunststoffen eine hohe Aufmerksamkeit zuteil. Die Problematik: Die großenteils linearen Wertschöpfungsketten – insbesondere bei kurzlebigen Produkten aus Kunststoffen, wie Verpackungen – stellen an ihrem Ende nicht sicher, dass der Kunststoff stetig einer angemessenen Wiederverwendung zugeführt wird. Infolgedessen werden beträchtliche Mengen an Kunststoffabfällen (lediglich) einer energetischen Verwertung zugeführt bzw. ins Ausland exportiert.
Das Ziel der EU und des noch jungen bundesdeutschen Verpackungsgesetzes ist es, den Recyclinganteil von Kunststoffen drastisch zu erhöhen. Dazu gibt es sehr konkrete quantitative Vorgaben. Einerseits ist ein enormer Zuwachs an Recyclingkapazitäten notwendig. Andererseits werden - neben wirtschaftlichen Problemstellungen - für das Erreichen der Ziele auch technologische Innovationen unabdingbar sein:

  • bei der Werkstoffauswahl,
  • bei der Nutzung neuer nachwachsender Ressourcen,
  • bei der Vermeidung von Werkstoffverbunden bzw.
  • bei der Entwicklung lösbarer Werkstoffverbunde,
  • im Bereich des Designs von Produkten, insbesondere Verpackungen,
  • bei der Weiterentwicklung der Sortiertechnik,
  • bei der Aufbereitungstechnik usw.

Fragestellungen dieser Art widmet sich das IKV schon seit den 1980er Jahren. In den Jahrzehnten haben sich die Forschungsschwerpunkte im Bereich des Kunststoffrecyclings vermehrt und weiterentwickelt, häufig in direkter Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie.

 
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Relevante Projekte im Bereich Circular Economy

BMBF (2017 – 2020): RESOLVE – Recycling von Polystyrol mittels rohstofflicher Verwertung

BMBF (2015 – 2019): CA-Flammschutz – Entwicklung eines Flammschutzsystems für den nachhaltigen Biokunststoff Celluloseacetat zum Einsatz in ressourcenschonenden Schaumwaren

Climate-KIC (2015 – 2018): CroCO²PET – Cross linkable CO²-Polyether polyols

BMEL (2018 – 2020): TechPLAstic – Entwicklung eines flammgeschützten Spritzgusswerkstoffs aus PLA mit hoher Wärmeformbeständigkeit und Schlagzähigkeit für technische Produkte

Industriekonsortium (2020 – 2023): R-CYCLE

Transferprojekt aus dem SFB-TR87 (DFG) (2018 – 2021): PECVD-Gasbarrierebeschichtung für PET-Mehrwegflaschen

Transferprojekt aus dem SFB-TR87 (DFG) (2020 – 2024): Wartungsarme kontinuierliche Air2Air PECVD-Folienbeschichtung durch In-Plasma Konzept

IGF (2020 – 2022): Entwicklung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Schmelzefunktionalisierung von thermoplastischen Blends im Doppelschneckenextruder mittels Atmosphärendruck-Plasma

Transferprojekt aus dem SFB-TR87 (DFG) (2021 – 2024): RezyPlas - Funktionale PECVD-Schichten als Migrationsbarriere für den Einsatz von post-consumer Rezyklaten im Lebensmittelkontakt